Vom 22.9.-25.9.2011 war Papst Benedikt XVI. auf Deutschlandreise. Im Vorfeld sagte er, er wolle über Gott reden. Alle Ansprachen des Besuches können Sie im Volltext bei Radio Vatican (www.oecumene.radiovaticana.org) nachlesen. Hier finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Reden:
Die Bundestagsrede (22.9.2011)
Die Predigt des Papstes im Olympia-Stadion (22.9.2011)
Die Predigt des Papstes in Erfurt (24.9.2011)
Die Predigt des Papstes in Freiburg (25.9.2011)
Die Rede des Papstes an engagierte Katholiken in Freiburg (25.9.2011)Die Auswertung unserer Umfrage zum Papstbesuch lesen Sie hier.
die Kirche verehrt Maria als Gottesmutter. Den Titel „Gottesgebärerin“ gab ihr das Konzil von Ephesus im Jahr 431, um auszudrücken, dass Christus nicht nur wahrer Mensch, sondern auch wahrer Gott war, und zwar von Anfang an. Trotz dieser intellektuellen Inanspruchnahme Marias durch die Theologie ist ihr Ort das Herz.
Kein Wunder. Denn eine Mutter, die ein Kind geboren hat und mitansehen muss, wie es unschuldig leidet und stirbt, kennt alle Freude und jeden Schmerz, den dies Leben zu bieten hat. Unter dem Kreuz Jesu hat sie sich als Trösterin erwiesen: Aus dem lateinischen Wort consolari, trösten, klingen con (mit) und solus (allein) heraus. Trost heißt, bei jemandem zu sein, der sonst allein wäre. Zu allen Zeiten haben die Menschen sich darauf verlassen, dass Maria auch sie nicht im Stich lassen wird, sondern mit ihrer Fürbitte für sie eintritt.
Für Papst Benedikt ist Maria das Urbild der Kirche, weil sie Gottes Wort in sich aufgenommen hat und mit ihrem Leben selbst zur Antwort auf dies Wort geworden ist. Ihr Ja hat es Gott, der die menschliche Freiheit respektiert und deswegen auf ein Ja angewiesen ist, ermöglicht, als Mensch zu den Menschen zu reden in einer Sprache, die sie verstehen – weil anders leben kann, wer Hoffnung hat. Sie hat sich was getraut.
Dass in diesem Sinne der Marienmonat Mai die eine oder andere Inspiration für uns bereithält, wünscht sehr herzlich
Ihr Burkhard Menke